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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Mathematisches
6 Eigene Klassen schreiben
7 Exceptions
8 Die Funktionsbibliothek
9 Threads und nebenläufige Programmierung
10 Raum und Zeit
11 Datenstrukturen und Algorithmen
12 Dateien und Datenströme
13 Die eXtensible Markup Language (XML)
14 Grafische Oberflächen mit Swing
15 Grafikprogrammierung
16 Das Netz
17 JavaServer Pages und Servlets
18 Verteilte Programmierung mit RMI und Web–Services
19 Applets, Midlets und Sound
20 Datenbankmanagement mit JDBC
21 Reflection und Annotationen
22 Komponenten durch Bohnen
23 Logging und Monitoring
24 Sicherheitskonzepte
25 Java Native Interface (JNI)
26 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
A Die Begleit-DVD
Index

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Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom
Programmieren mit der Java Standard Edition Version 6
Buch: Java ist auch eine Insel

Java ist auch eine Insel
6., akt. und erw. Aufl., mit DVD
1.454 S., 49,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 3-89842-838-9
gp 20 Datenbankmanagement mit JDBC
  gp 20.1 Das relationale Modell
  gp 20.2 Datenbanken und Tools
    gp 20.2.1 HSQLDB
    gp 20.2.2 Weitere Datenbanken
    gp 20.2.3 Eclipse-Plugins zum Durchschauen von Datenbanken
  gp 20.3 JDBC und Datenbanktreiber
    gp 20.3.1 Treibertypen
    gp 20.3.2 JDBC-Versionen
  gp 20.4 Eine Beispielabfrage
    gp 20.4.1 Schritte zur Datenbankabfrage
    gp 20.4.2 Client für HSQLDB-Datenbank
  gp 20.5 Mit Java an eine Datenbank andocken
    gp 20.5.1 Der Treiber-Manager
    gp 20.5.2 Den Treiber laden
    gp 20.5.3 Eine Aufzählung aller Treiber
    gp 20.5.4 Log-Informationen
    gp 20.5.5 Verbindung zur Datenbank auf- und abbauen
    gp 20.5.6 DataSource
    gp 20.5.7 Gepoolte Verbindungen
  gp 20.6 Datenbankabfragen
    gp 20.6.1 Abfragen über das Statement-Objekt
    gp 20.6.2 Ergebnisse einer Abfrage in ResultSet
    gp 20.6.3 Java und SQL-Datentypen
    gp 20.6.4 Unicode in der Spalte korrekt auslesen
    gp 20.6.5 wasNull() bei ResultSet
    gp 20.6.6 Wie viele Zeilen hat ein ResultSet?
  gp 20.7 Die Ausnahmen bei JDBC
  gp 20.8 Elemente einer Datenbank hinzufügen und aktualisieren
    gp 20.8.1 Batch-Updates
  gp 20.9 ResultSets in Bohnen durch RowSet
    gp 20.9.1 Die Schnittstelle RowSet
    gp 20.9.2 Implementierungen von RowSet
    gp 20.9.3 Der Typ CachedRowSet
    gp 20.9.4 Der Typ WebRowSet
  gp 20.10 Vorbereitete Anweisungen (Prepared Statements)
    gp 20.10.1 PreparedStatement-Objekte vorbereiten
    gp 20.10.2 Werte für die Platzhalter eines PreparedStatement
  gp 20.11 Transaktionen
  gp 20.12 Die LOBs (Large Objects)
    gp 20.12.1 Einen BLOB besorgen
  gp 20.13 Metadaten
    gp 20.13.1 Metadaten über die Tabelle
    gp 20.13.2 Informationen über die Datenbank
  gp 20.14 Einführung in SQL
    gp 20.14.1 Ein Rundgang durch SQL-Anfragen
    gp 20.14.2 Datenabfrage mit der Data Query Language (DQL)
    gp 20.14.3 Tabellen mit der Data Definition Language (DDL) anlegen
  gp 20.15 Zum Weiterlesen


Galileo Computing

20.10 Vorbereitete Anweisungen (Prepared Statements)  downtop

Die SQL-Anweisungen, die mittels execute(), executeQuery() oder executeUpdate() an die Datenbank gesendet werden, haben bis zur Ausführung im Datenbanksystem einige Umwandlungen vor sich. Zuerst müssen sie auf syntaktische Korrektheit getestet werden. Dann werden sie in einen internen Ausführungsplan der Datenbank übersetzt und mit anderen Transaktionen optimal verzahnt. Der Aufwand für jede Anweisung ist messbar. Deutlich besser wäre es jedoch, eine Art Vorübersetzung für SQL-Anweisungen zu nutzen.

Diese Vorübersetzung ist eine Eigenschaft, die JDBC unterstützt und die sich Prepared Statements nennt. Vorbereitet (engl. prepared) deshalb, weil die Anweisungen in einem ersten Schritt zur Datenbank geschickt und dort in ein internes Format umgesetzt werden. Später verweist ein Programm auf diese vorübersetzten Anweisungen, und die Datenbank kann sie schnell ausführen, da sie in einem optimalen Format vorliegen. Ein Geschwindigkeitsvorteil macht sich immer dann besonders bemerkbar, wenn Schleifen Änderungen an Tabellenspalten vornehmen. Das kann durch die vorbereiteten Anweisungen schneller geschehen.


Hinweis Nicht jedes Datenbanksystem unterstützt Prepared Statements.


Galileo Computing

20.10.1 PreparedStatement-Objekte vorbereiten  downtop

Wie createStatement() auf einem Connection-Objekt ein Statement-Objekt aufbaut, so legt prepareStatement() ein PreparedStatement-Objektes an. Als Argument wird der Methode prepareStatement() eine SQL-Zeichenkette übergeben, die den gleichen Aufbau wie etwa ein executeUpdate() hat. Einen Unterschied werden wir jedoch feststellen: Bei den normalen Statement-Objekten können wir dynamische Einträge einfach mit in den String mit einbauen. Dies geht bei vorbereiteten Anweisungen nicht mehr. Woher sollte auch die Anweisung wissen, was der Benutzer in seine Eingabemaske tippt? Damit jetzt auch eine vorbereitete Anweisung Parameter enthalten kann, werden in die Zeichenkette Platzhalter mit einem Fragezeichen eingefügt.


Beispiel Aufbau eines PreparedStatement-Objekts mit einem parametrisierten String:
PreparedStatement updateLieferant = con.prepareStatement( 
  "UPDATE Lieferanten SET Adresse = ? WHERE Adresse LIKE ?" );

Die Zeile instruiert die Datenbank, die Zeile zu interpretieren, in das interne Format umzusetzen und vorbereitet zu halten. Im nächsten Schritt muss die Anweisung für die Platzhalter Werte einsetzen.


Galileo Computing

20.10.2 Werte für die Platzhalter eines PreparedStatement  toptop

Bevor die executeUpdate()-Methode die vorbereitete Anweisung abarbeitet, müssen die Platzhalter gefüllt werden. Dazu bietet das PreparedStatement-Objekt für die Datentypen jeweils eine setXXX()-Methode an, die den Wert für einen angegebenen Platzhalter setzt. So wird setInt(1,100) die Zahl 100 für das erste Fragezeichen einsetzen. Nach der Zuweisung ist das Objekt für die Ausführung bereit. executeUpdate() kann aufgerufen werden.

PreparedStatement updateLieferant = con.prepareStatement( 
  "UPDATE Lieferanten SET Adresse = ? WHERE Adresse LIKE ?" ); 
updateLieferant.setString( 1, "Uferstraße 80" ); 
updateLieferant.setString( 2, "Uferstrasse 78" ); 
updateLieferant.executeUpdate();

Vergleichen wir diese Zeilen mit der Lösung ohne PreparedStatement:

String updateString = "UPDATE Lieferanten SET Adresse = 
  'Uferstraße 80' WHERE Adresse LIKE 'Uferstrasse 78'"; 
stmt.executeUpdate( updateString );

Die Anweisung ist zwar etwas kürzer, aber dadurch mit der notwendigen Übersetzungszeit verbunden, insbesondere dann, wenn sich die Werte ändern. In einer Schleife lässt sich jetzt nun immer wieder executeUpdate() aufrufen, und die schon gesetzten Parameter werden übernommen. Ein Aufruf von clearParameters() löscht alle Parameter.

PreparedStatement updateLieferant = con.prepareStatement( 
  "UPDATE Lieferanten SET Adresse = ? WHERE Adresse LIKE ?" ); 
updateLieferant.setString( 1, "Uferstraße 80" ); 
updateLieferant.setString( 2, "Uferstrasse 78" ); 
updateLieferant.executeUpdate(); 
updateLieferant.setString( 1, "Sommerstraße 23" ); 
updateLieferant.setString( 2, "Sommerstrasse 23" ); 
updateLieferant.executeUpdate();


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